Ein Modell
Ein verbreitetes Modell zur Erklärung des Burnout-Syndroms vor allem in Unternehmen und im Management ist das Konzept des Ungleichgewichts zwischen Anforderungen und Ressourcen, kurz ERI (effort-reward imbalance model von Johannes Siegrist.
Dazu hat Siegrist ein entsprechendes Messinstrument entwickelt, den Fragebogen zur Erfassung beruflicher Gratifikationskrisen (engl. ERI questionnaire).[19] Beispiele für Skalen und Items nach der englischen Version des ERI sind:
Effort
- Ich habe permanenten Zeitdruck
- Ich trage viel Verantwortung
- Ich werde bei der Arbeit häufig gestört
- In den letzten Jahren wurde meine Aufgabe immer anspruchsvoller
Reward
- Ich werde von meinen Vorgesetzten nicht mit dem nötigen Respekt behandelt
- Bei Schwierigkeiten bekomme ich keine adäquate Unterstützung
- Ich werde oft unfair behandelt
- Meine berufliche Zukunft ist unsicher
Das Ungleichgewicht zwischen Effort und Reward ist laut ERI häufig begleitet durch ein übermäßiges Commitment (over-commitment), bei dem die Betroffenen sich regelrecht aufopfern. Das äußert sich in Aussagen wie zum Beispiel: „Schon beim Aufwachen denke ich an die Probleme, die mich tagsüber erwarten“. Hinzu kommen oftmals Schlafstörungen.
(siehe auch Wikipedia.de)